Schwanger
werden mit Ovulationstests?
Immer wieder höre oder lese
ich von Frauen und Paaren, die das schwanger werden dem Zufall
überlassen wollen. Sie verhüten nicht mehr und wollen sich dann
überraschen lassen, oft auch mit der Begründung man wolle sich nicht
unter Stress setzen.
Ich staune immer ein bisschen
wenn ich das höre. Auch wir haben damals ein paar Monate nicht
verhütet, aber ich denke da war eher die Unentschlossenheit der Vater
des Gedankens. Sobald wir uns einmal wirklich entschlossen hatten,
schwanger werden zu wollen, da waren wir froh auf Ovulationstests
zurückgreifen zu können. Wir haben quasi das ‚Projekt Kinderwunsch‘
aktiv angepackt. Dabei war uns bewusst, dass es auch nicht hätte
klappen können. Wir waren aufgrund meines Alters und einer
Vorerkrankung meines Mannes sogar ziemlich sicher, dass ich nicht
schwanger werden würde – aber gerade deswegen wollten wir es schnell
verwirklichen oder aber den Babywunsch ‚zu den Akten legen‘ und ohne
Kind weitermachen.
Ich kann mir nichts
stressiger vorstellen, als einen ausgeprägten Kinderwunsch zu
haben und
dann mitunter Monat um Monat, Jahr um Jahr vergehen zu lassen, und am
Ende des Zyklus dann immer wieder die Unsicherheit zu haben: ‚Hat es
geklappt?‘ Vielleicht haben Paare die sich ein Kind wünschen ja
häufiger Sex als vorher, aber ist das dann wirklich noch so ganz
spontan und ohne Stress wie man gerne vorgibt?
Ich finde es sehr hilfreich
mit Hilfe von Ovulationstests den Zeitpunkt des Eisprungs eingrenzen zu
können. Wenn der Test positiv anzeigt, sollte man etwa 24 Stunden
später Geschlechtsverkehr haben. Das ist einfach praktisch; vielleicht
wäre man an dem Tag lieber ins Restaurant gegangen oder hatte viel
Stress bei der Arbeit und hätte eigentlich keine Lust gehabt … und
wieder wäre ein Monat ohne Empfängnis vergangen. Der Eisprung richtet
sich eben nicht nach dem Wochenende oder unserer Lust, und der Zeitraum
an dem man schwanger werden kann ist nur rund zwei Tage lang.
Verlängert wird er nur dadurch, dass Sperma mehrere Tage
befruchtungsfähig bleibt. Das ist aber eher wichtig für Frauen, die
nicht schwanger werden wollen. Will man schwanger werden, so wünscht
man sich eine ‚Punktlandung‘ von Spermium und Ei zum richtigen
Zeitpunkt.
Meist ist es auch nicht
ausreichend, mit dem Zykluskalender der letzten Monate zu planen, denn
bei den meisten Frauen schwankt die Zykluslänge etwas. Gut ist die
Kombination von Zykluskalender und Ovulationstest.
Mittels
Zykluskalender weiß man, wann die fruchtbare Phase naht und fängt mit
den Tests an. Sobald dann der Test positiv ist, kann man mit großer
Sicherheit sagen, dass der Eisprung kurz bevor steht und für den
nächsten Tag ein Rendezvous mit dem Liebsten planen ;-)
Übrigens gibt es die
Ovulationstests in unterschiedlichen Sensitivitäten. Für Frauen mit
einem ‚normalen‘ Hormonhaushalt sind Tests mit einer Sensitivität von
25mlU/ml gut geeignet. Eine höhere Empfindlichkeit bzw. Sensitivität
von 10mlU/ml würde schon etwas früher und damit eventuell zu früh einen
Anstieg des Hormons LH anzeigen. Die Tests mit der hohen Sensitivität
sind für Frauen geignet, die einen niedrigen Hormonspiegel haben. Eine gute Idee ist es, einen
Zyklus lang die Entwicklung anhand der Streifen auf dem Ovulationstest
zu verfolgen. Ein schöner Verlauf würde so aussehen: Am ersten
positiven Testtag erscheint ein Strich im Testfeld, am zweiten und
eventuell am dritten positiven Testtag ist diese Linie kräftiger als am
ersten Tag, ab dem 4.Tag wird noch positiv angezeigt, aber der Strich
ist bereits heller. Der entscheidende Tag ist der zweite (und der
dritte) positive Testtag mit der kräftigen Linie.
Nachdem wir etwa 10 Monate
lang nicht mehr verhütet hatten aber nichts passierte, haben wir es im
folgenden Monat mit Ovulationstests probiert, und was soll ich sagen?
Schon war ich schwanger.
Ich wünsche allen Paaren mit
Kinderwunsch das
gleiche Glück!
Weitere
Informationen...
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Ovulationstest
- Wahl der richtigen Sensitivität
Wer
sich bei der Babyplanung schon einmal mit dem Thema Ovulationstest
befasst hat, kommt schnell zu dem Ergebnis, dass es aufgrund der
Vielzahl an Angeboten sehr schwer ist, den "richtigen" Test zu finden.
Häufig wird man gerade im Internet mit Superlativen wie "hypersensitiv"
oder "ultrasensitiv" usw. bombardiert. Mit dem
nachfoldenden Abschnitt hoffe ich Ihnen wertvolle Hilfe bei der Wahl
"Ihres" Tests geben zu können: Der
"normale" LH-Spiegel einer gesunden Frau liegt bei 0-20 mIU/mL (milli
internationale Einheit pro mililiter). Der Grenzwert für den Hinweis
auf einen Eisprung liegt bei >50 mIU/mL. Da der weibliche Körper
sehr unterschiedlich reagiert, kommen Ovulationstest meist in 2
unterschiedlichen Sensitivitäten zur Anwendung. Die normale
Sensitivität liegt bei 30 mIU/mL und führt bei den meisten Frauen zu
einem gesicherten Ergebnis. Einige Frauen jedoch erreichen diesen
Hormonwert nur sehr zögerlich. Daher werden im professionellen Umfeld Ovulationstest
mit einer höheren Sensitivität von 20 mIU/mL angewendet. Hier kann
schon ab dem Grenzwert von 20 mIU/mL das Hormon LH nachgewiesen werden.Für die
private Verwendung werden aus Fachkreisen in der Regel Tests mit der
"normalen" Sensitivität von 30 mIU/mL empfohlen. Die
"hohe" Sensitivität von 20 mIU/mL sollten nur verwendet werden, wenn
Tests mit der normalen Sensitivität immer zu einem negativen Ergebnis
kommen oder bereits bekannt ist, dass der eigene Hormonspiegel deutlich
unter den Durchschnittswerten einer erwachsenen Frau liegt.Achtung:
Bei einem "normalen" Hormonspiegel führen Tests mit einer "hohen"
Sensitivität von 20 mIU/mL sehr oft zu einem falschen Ergebnis. Man
sollte sich daher nicht allzu leichtfertig von Werbesprüchen wie
"ultrasensitiv" beeinflussen lassen.Bei
Fragen können Sie gerne auf diesen Eintrag antworten. Ich würde mich
sehr freuen. Viel Glück bei Ihrer Babyplanung. Weitere
Informationen...
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